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Gedanken zum Monat Oktober

Ignatz Bubis war einige Jahre lang der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland. Bei einem Symposium hat er einmal die Geschichte von mehreren Rabbinern erzählt, die eine ganze Nacht durchdiskutiert haben, warum Gott ihrem Volk so viel Unheil zugemutet hat. Manche Redner waren sehr leidenschaftlich in ihren Anklagen gegen Gott. Alle bewegte die Frage des Leides. Nach vielen Stunden schaute einer von ihnen aus dem Fenster. Er drehte sich zu den anderen und sagte: „Meine Herrn, die Sonne geht auf. Es ist Zeit zu beten.“ Und alle haben angefangen zu beten. read more

Gedanken zum Monatsspruch September 2018

Prediger 3,11
Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
(Luther 2017)

Jemand macht eine lustige Bemerkung, wenn alle sehr ernst und nachdenklich sind.
Das Handy klingelt während einer Trauerfeier zu der Melodie „I’m a Survivor“.

Peinlich.

Es passt nicht.

In unserem Monatsspruch heißt es: „Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit“, eine andere Möglichkeit wäre zu sagen: „Er hat alles passend gemacht zu seiner Zeit.“ Wenn man das bekannte Gedicht zum Beginn des Kapitels bedenkt, würden wir manches in Zweifel ziehen. Töten hat seine Zeit (V. 3)? Hassen hat seine Zeit (V. 8)? In Vers 8 lesen wir auch, dass „Streit“ seine Zeit hat, allerdings ist die Luther-Übersetzung etwas gemäßigt an dieser Stelle. In den meisten Übersetzungen heißt es „Krieg hat seine Zeit“ und wieder würden wir fragen: „Wie kann das sein?“ read more

Gedanken zum Monat Juni 2018

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt. Hebräer 13,2

Bist du je einem Engel begegnet?

Meist denken wir, das würde bedeuten, dass wir ein leuchtendes Wesen mit Flügeln sehen würden. Ich habe Berichte gelesen, in denen Menschen von solchen Begegnungen erzählt haben. Ich habe eine junge Frau kennengelernt, die einen Unfall mit einem Auto auf wundersame Weise unbeschadet überstanden hat, die gleich nach dem Vorfall (mit ihren damals drei Jahren) gesagt hatte, dass die Engel sie aufgefangen haben. Es sind manchmal erstaunliche Berichte und du fragst dich vielleicht: „Warum erlebe ich sowas nicht?“ read more

Gedanken zum Monat März

"Christus Jesus spricht: Es ist vollbracht!" (nach Johannes 19,30)

Es kommt häufig vor, dass Stephie mich kurz vor dem Sonntag fragt, „Hast du die Predigt fertig?“ Meine Antwort lautet dann häufig: „Soweit, wie ich im Vorfeld sein kann.“ Denn eine Predigt kann nicht fertig sein, bevor sie gehalten wurde. Aber ist sie dann fertig? Die Hoffnung und das Ziel sind immer, dass sie weiterwirkt. Wenn du ein Projekt bei der Arbeit machst oder in der Schule, schreist du vielleicht mit Erleichterung „Es ist vollbracht!“, wenn du alles geschrieben hast. Aber muss es nicht an den Kunden geliefert oder der Klasse vorgetragen werden? Und selbst wenn diese Schritte vollzogen sind, ist es meist nur ein Bestandteil von einem größeren Komplex. Immer im Werden zu sein, hat seine gute Seite: Wir können immer mehr lernen und wachsen. Aber manchmal freuen wir uns umso mehr, wenn etwas vollendet wird.

Jesu Worte, die in unserem Monatsspruch zitiert werden, sind nicht der siegessichere Schrei eines Menschen, der sich die Welt unterworfen hat. Sie sind seine letzten Worte, bevor er stirbt. Wir verspüren vielleicht eine gewisse Erleichterung, wenn ein hochbetagter Mensch in Frieden stirbt. Aber jemand in der Blüte des Lebens, der an ein Kreuz genagelt wird? Da will kein Seufzer der Erleichterung aufkommen. Das ist eine Niederlage. Gewalt und Tod zeigen sich von der hässlichsten Seite und tragen den Sieg davon.

Und doch hatte Jesus in dem Moment den Plan Gottes vollbracht.

Gedanken zum Monat Februar

Gedanken zum Monat Februar

In meinem Arbeitszimmer habe ich verschiedene Fotos von meiner Familie. Man wäre berechtigt zu fragen: „Warum eigentlich?“ Schließlich ist unsere Wohnung nur wenige Meter von meinem Arbeitszimmer entfernt und selbst, wenn meine Familie sich in der Schule oder an der Arbeit befindet, ist es unwahrscheinlich, dass ich vergessen werde, wie sie aussehen. Trotzdem freue ich mich immer wieder über diese Fotos, weil sie mir eine Verbundenheit mit diesen geliebten Menschen geben, die ich in der selben Form ohne die Fotos nicht hätte. Erinnerung ist sehr wertvoll – auch, oder gerade an das, was uns am Wichtigsten ist.

Auch in der Bibel wird viel vom Wert der Erinnerung gesprochen. Israel sollte nicht vergessen, dass Gott sie aus der Sklaverei in das verheißene Land geführt hat. Als Jesus uns das Abendmahl gegeben hat, hat er gesagt: „Das tut zu meinem Gedächtnis“. Unser Monatsspruch stammt aus 5. Mose 30,14: "Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen, dass du es tust."

Gedanken zum Monat Januar

Gedanken zum Monat Januar

"Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren." (5. Mose 5, 14)

Warum sind wir nur so gestresst? Immerhin ist es üblich in unserem Land, dass man fünf bis sechs Wochen Urlaub im Jahr hat und dazu an einer hohen Anzahl von Feiertagen frei hat.

 

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